MVZ Prenzlauer Berg

Kinderchirurgie mit Schwerpunkt Kinderurologie

Adresse
MVZ Prenzlauer Berg
Fröbelstraße 15
10405 Berlin
(030) 130 16 1440 kindermvz@vivantes.de

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Fachbereich Kinderchirurgie

  • Ambulante Operationen

    Moderne Operations- und Narkoseverfahren, sowie sehr gut ausgebildetes Fachpersonal ermöglichen bei ambulanten Operationen eine vergleichbare Patientensicherheit und Qualität gegenüber der Krankenhausbehandlung. Deshalb können viele kinderchirurgische Operationen ab einem Alter von ca. 10 Monaten heute ambulant durchgeführt werden. Ihr Kind muss nicht ins Krankenhaus und die Heilung kann im gewohnten häuslichen Umfeld stattfinden. Durch die ständige Anwesenheit der Eltern fühlen sich die Kinder geborgen und nicht hilflos bzw. ausgeliefert.

    Broschüre „Ambulante Kinderchirurgie“ des BNKD

  • Vorbereitungen zur ambulanten OP

    Gemeinsam mit Ihrem Kind planen wir die Operation. Dabei ist es besonders wichtig,  auch die Fragen und Ängste des Kindes zu berücksichtigt.

    Zwei Tage vor der Operation kommen Sie mit Ihrem Kind, dem Impfausweis, den OP- und Narkoseaufklärungsbögen noch einmal in unsere Sprechstunde.

    Unsere Kinderärztin schaut sich Ihr Kind noch einmal an, um sicher zu gehen, dass Ihr Kind gesund ist. Bei fieberhaften Infekten raten wir dringend zur Verschiebung der OP. 

    Wir besprechen die geplante Operation, die Narkose und klären Ihre Fragen sowie den genauen organisatorischen Ablauf. Insbesondere wann Ihr Kind das letzte Essen und Trinken darf, wann sie kommen und was Sie mitbringen sollen.

    Hinweise über den weiteren Verlauf nach der OP erhalten Sie auch bereits beim Vorgespräch, damit Sie in Ruhe zu Hause alles vorbereiten können.

    Im Vorfeld der OP ist das Gespräch zwischen Ihnen und Ihrem Kind besonders wichtig. Sie sollten es vorher auf die Narkose und die bevorstehende Operation kind- und altersgerecht vorbereiten. Dazu beraten wir Sie gern individuell. 

  • Ablauf eines OP-Tages

    Am OP-Tag kommen Sie zu der vereinbarten Zeit in unser MVZ. Als erstes bekommt Ihr Kind Tropfen zur Beruhigung und Lösung der Angst. Sie haben dann die Möglichkeit noch einmal mit unserem Kindernarkosearzt zu reden und begleiten dann Ihr Kind bis zum OP Saal.

    Unser Narkosearzt gestaltet die Narkoseeinleitung so behutsam und einfühlsam wie möglich z.B. mit einer duftenden Atemmaske oder dem mitgebrachten Lieblingskuscheltier.

    Nach der OP sind Sie in der Aufwachphase gleich wieder bei Ihrem Kind. Sie bleiben noch ca. 1 – 2 Stunden im Aufwachraum zur Überwachung des Kindes, betreut von einer unseren erfahrenen studentischen Hilfskräfte und bei Bedarf durch unser Anästhesieteam. Wenn Ihr Kind wieder fit ist, können Sie gemeinsam den Heimweg antreten.

    Für den Heimtransport rufen wir Ihnen selbstverständlich gern einen Krankentransport, damit Sie sich in Ruhe um Ihr Kind kümmern können. Sollten Sie mit einem Privat-Pkw fahren wollen, empfehlen wir dringend eine zweite Person mitzubringen, damit der kleine Patient auch während der Fahrt betreut werden kann.

    Unser Praxisteam steht Ihnen auch nach der OP bis zur Genesung Ihres Kindes rund um die Uhr zur Verfügung. 

  • Narkosen bei Kindern

    Der Fachbereich Kinderchirurgie / Kinderurologie unsers MVZ kooperiert bereits seit mehreren Jahren sehr erfolgreich und zuverlässig mit dem Team von Herrn Dr. med. Jens Hennicke, einem sehr erfahrenen Kinder-Narkosearzt, der Ihr Kind während der ambulanten Operation betreut. Dr. Hennicke steht Ihnen für alle Fragen der Narkose bei ambulanten Operationen gern zur Verfügung.

    Schadet die Narkose meinem Kind?

    Medizinisch notwendige Eingriffe und Operationen im Kindesalter erfordern eine Narkose. Der Verzicht auf eine angemessene Narkose bzw. Schmerzausschaltung wäre nachweislich schädlich und könnte tatsächlich die Gehirnentwicklung beeinträchtigen.

    Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Narkosen im Neugeborenen-, Säuglings- oder Kleinkindalter alleine für spätere Gedächtnisstörungen ursächlich sein können.

    Es besteht ein internationaler wissenschaftlicher Konsens, dass derzeit keine Änderung der Narkoseverfahren gerechtfertigt ist.

    Voraussetzungen für eine sichere Durchführung einer Narkose sind ein qualifiziertes, erfahrenes, ärztliches und pflegerisches Anästhesie-Team und ein gut ausgestatteter Narkosearbeitsplatz.

    Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH)

    Pressemeldung 04-2014

    Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI)

    Stellungnahme 07-2014

  • Nabelbruch

    Der Nabelbruch entsteht durch einen unvollständigen Verschluss des Ansatzes der Nabelschnur nach der Geburt und ist dementsprechend auch meist bereits kurz nach der Geburt zu sehen. Durch die verbliebende Lücke unter dem Nabel tritt Darm aus und wölbt den Nabel hervor. Drückt man den Nabelbruch zurück, entsteht durch den Darminhalt meist ein schmatzendes Geräusch. Für gewöhnlich rutscht der Darm sofort nach dem Zurückdrücken wieder heraus. Dieser Zustand ist ungefährlich. Maßnahmen wie Aufkleben eines Pflasters oder einer Münze, um das Austreten des Bruches zu vermeiden sind ungeeignet und sollten unterlassen werden. Dadurch kann die zarte Haut der Neugeborenen oder jungen Säuglinge geschädigt werden. In den meisten Fällen bildet sich ein Nabelbruch innerhalb des ersten Lebensjahres spontan zurück. Sollte der Bruchsack sehr groß werden (Tennisballgröße) oder dem Kind Beschwerden verursachen, bzw. nach Vollendung des 2. Lebensjahres nicht verschwunden sein, sollte operiert werden.

    Die Operation erfolgt meistens ambulant. Der Hautschnitt erfolgt am Unterrand des Nabels und ist später nicht mehr zu sehen. Bei der Operation wird die Verbindung zwischen Bauchraum und Nabelhaut (sog. Bruchsack) umfahren, eröffnet und verschlossen Danach werden der Bauchmuskel und die Haut darüber verschlossen. Die Fäden sind resorbierbar, das heißt sie müssen später nicht gezogen werden.

  • Leistenbruch

    Beim kindlichen Leistenbruch handelt es sich um eine angeborene Verbindung zwischen Bauchraum und Leiste bzw. bei Jungen teilweise zum Hodensack, die aus einer Ausstülpung des Bauchfells besteht. Dahinein rutscht beim Pressen Darm, beim Mädchen auch mal der Eierstock der entsprechenden Seite, wodurch eine Vorwölbung der Leiste bzw. bei Jungen der Hodensackseite entsteht. Dies kann z.T. schmerzhaft sein und bei Nichtbehandlung sogar zur Schädigung des Darms oder des Eierstocks führen. Das Ziel der Operation ist, die Verbindung zwischen Bauchraum und Leiste zu schließen. Hierbei werden die sich im Bruchsack befindlichen Strukturen vor dem Verschluss in den Bauchraum zurückgeschoben. Beim Verschluss des Bruchsacks werden die durch den Leistenkanal verlaufenden, meist mit dem Bruchsack verwachsenen wichtigen Strukturen, wie z. B. beim Jungen der Samenleiter und die den Hoden versorgenden Gefäße sorgfältig separiert und geschont. Der Zugang zum Leistenkanal erfolgt über einen zwei bis drei Zentimeter langen, waagerechten Hautschnitt in der Leistenregion, der Ende der Operation mit einem in der Haut versenkten Faden wieder zugenäht. Dieser Faden ist resorbierbar, das heißt er muss später nicht entfernt werden, der Körper löst ihn selbstständig, nach Abschluss der Wundheilung, auf.

  • Wasserbruch

    Der Wasserbruch ist der „kleine Bruder“ des Leistenbruchs. Auch hier besteht eine Verbindung zwischen Bauchraum und Leiste bzw. Hodensack, wie beim Leistenbruch. Diese ist jedoch so schmal, dass keine Strukturen des Bauchinnenraumes, z. B. Darm, hineinrutschen können, sondern sich lediglich Bauchwasser dort ansammelt. Oft verschließt sich der Wasserbruch innerhalb der ersten zwei Lebensjahre von alleine. Sollte dies nicht geschehen, die Schwellung in der Leiste oder am Hodensack sehr groß werden, oder sogar Schmerzen verursachen, so sollte der Wasserbruch operiert werden. Hierbei wird die schmale Verbindung zwischen Bauchraum und Leiste unterbunden, die begleitenden Strukturen, wie der Samenleiter und die Hodengefäße, werden isoliert und geschont. Die wassergefüllte, sogenannte Hydrozele, wird eröffnet und größtenteils entfernt. Der Zugang zum Leistenkanal wird über einen zwei bis drei Zentimeter langen, waagrechten Hautschnitt über die Leiste gewählt und am Ende der Operation mit einem in der Haut versenten Faden wieder zugenäht. Dieser Faden ist resorbierbar, das heißt er muss später nicht entfernt werden, der Körper löst ihn selbstständig, nach Abschluss der Wundheilung, auf.