MVZ Friedrichshain

PET-CT Zentrum

Adresse
MVZ Friedrichshain
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
(030) 130 23 1009

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Untersuchungsspektrum

  • PET CT mit F18 - FDG

    Onkologische Anwendungen

    Die F18-markierte Fluor-Desoxyglukose (FDG) wird von den Zellen wie die natürliche Glukose (Traubenzucker) aufgenommen und zeigt Stellen im Körper auf, an denen erhöhte Stoffwechselaktivitäten stattfinden. Die meisten (aber nicht alle) bösartigen Tumore haben einen besonders aktiven Stoffwechsel und nehmen verstärkt Glukose auf. Dadurch lassen sich auch kleine Tumore bzw. Metastasen schon frühzeitig entdecken.

    61jährige Patientin nach Operation und Chemotherapie eines Ovarialkarzinoms. Trotz dem Anstieg des Tumormarkers CA-125 liess sich mit der konventionellen Bildgebung (Ultraschall, CT, MRT) kein Rezidiv nachweisen. FDG PET-CT zeigt einen metastasischen Befall in kleineren retroperitonealen Lymphknoten (Durchmesser < 1 cm). Anhand des PET-CT Befundes wurde eine erneute Operation mit Entfernung von LK-MTS durchgeführt.

    Anwendungen in der Hirnbildgebung 

    Auch in der Hirnbildgebung sprechen die Vorteile der PET eine deutliche Sprache. Zum Beispiel kann man bei Erkrankungen, die sich durch eine Verringerung des Hirnstoffwechsels charakterisieren, wie z.B. bei einer Alzheimer-Demenz, eine frühzeitige Diagnose stellen. Darüber hinaus führen wir Hirn-PET Untersuchungen bei Patienten mit Epilepsien durch, um in Rahmen der Operationsvorbereitung den Ursprungsort der Anfälle zu orten. Um eine bessere Zuordnung von PET-Befunden zu erzielen, werden PET-Daten in unserer Klinik mit Hilfe von Bildfusionstechniken mit CT- oder MRT-Aufnahmen überlagert und schichtweise analysiert. Darüber hinaus verwenden wir für die Auswertung von Hirn-PET Aufnahmen ein spezielles Computersystem (BRASS), der Firma HERMES welches individuelle Aufnahmen mit den Summationsbildern von gesunden Personen vergleicht und die Befundung erheblich erleichtert.

    An einer Alzheimer-Demenz sind 8% der Personen im Alter >65 Jahren und 30% im Alter >85 Jahren erkrankt. Angesichts der demographischen Entwicklung wird in industriellen Ländern in den nächsten 50 Jahren eine Verdreifachung der Demenzhäufigkeit in der Gesamtpopulation prognostiziert. In den letzten Jahren sind verschiedene Medikamente zur Behandlung von Demenzen vorgeschlagen worden; die Effektivität mancher von Ihnen gilt mittlerweile als bewiesen. Eine frühzeitige Therapie von Demenzerkrankungen setzt eine treffsichere Diagnose voraus. Mittels FDG-PET gelingt ein Nachweis einer Demenzerkrankung bereits in Frühstadium. Darüber hinaus, erlaubt eine PET-Untersuchung eine Unterscheidung der Alzheimer-Demenz von anderen Demenz-Erkrankungen.

    62-jähriger berufstätiger Patient mit leichten Gedächtnisstörungen. Die FDG-PET zeigt eine Stoffwechselminderung in einem typischen Hirngebiet und weist somit eine beginnende Alzheimer-Demenz nach.

    Patientenvorbereitung

    Es wichtig, dass der Patient nüchtern zur Untersuchung kommt (Abendessen am Vortag der Untersuchung ist erlaubt, am Untersuchungstag darf kein Frühstuck eingenommen werden). Wasser trinken ist erlaubt. Sie dürfen auch alle Medikamente, wie gewohnt, einnehmen.

    Ablauf der Untersuchung

    Eine kleine Menge der schwach radioaktiven Substanz (F18-FDG) wird Ihnen intravenös gespritzt. Eine bis zu 90-minütige Ruhephase gibt dem Stoff Zeit, sich im Körper zu verteilen und von den Zellen aufgenommen zu werden. Für die anschließende Messung werden Sie auf der Liege langsam durch den Messring des Tomographen bewegt. Bei einer Ganzkörpermessung dauert das ca. 20 min. Mit der PET-Untersuchung wird auch eine Computertomographie (CT) durchgeführt, um die Aussagekraft der PET-Bilder zu erhöhen. Hierbei kann es notwendig sein, Röntgenkontrastmittel oral zu verabreichen und/oder über eine Vene zuspritzen.

  • PET CT mit F18 - FET (Tyrosin)

    Die Aminosäure Tyrosin ist ein natürlicher Grundbaustein des Eiweißstoffwechsels. Das mit dem radioaktiven Isotop F18 markierte Tyrosin (F18-FET) besitzt eine sehr hohe Spezifität für Darstellung von Hirntumoren und wird zur deren Abgrenzung von gesundem Hirngewebe (z.B. im Rahmen der Strahlentherapieplanung) und insbesondere zur Frühdiagnostik von Rezidiven angewandt.

    Dieser Patient erlitt ein Rezidiv eines bösartigen Hirntumors. Im Rahmen der Vorbereitung zur 3D stereotaktischen Bestrahlungstherapie wurde eine Tyrosin-PET Untersuchung durchgeführt (Aufnahme rechts). Hierin konnten die Tumorgrenzen genauer bestimmt werden, so dass nicht betroffenes Hirngewebe nicht toxisch bestrahlt werden musste.

    Bei dieser 30jährigen Patientin wurde in der MRT der Verdacht auf einen  Hirntumor geäußert, jedoch reicherte dieser kein Kontrastmittel an und ließ so auf einen geringen Malignitätsgrad schliessen. Die PET mit F18-FET zeigte einen stoffwechselaktiven Bezirk im unteren Teil des Tumors (siehe 3. Aufnahme rechts), während die übrigen keinen erhöhten Aminosäure-Stoffwechsel hatten. In den histologischen Schnitten der Probe, die PET-gesteuert (Bild links) gewonnen wurden, fand sich ein Astrozytom Grad 3, also bösartiger Tumor.

    Für die Bestimmung des Punktionsortes wird insbesondere die Kontrastmittel-gestützte MRT verwendet. Problematisch sind jedoch die Hirntumore, die keine Kontrastmittelanreicherung in der MRT zeigen. In diesen Fällen kommt eine Hirn-PET Untersuchung mit radioaktiv markierten Aminosäuren zur Hilfe. Um erfolgreiche Bild gesteuerte Eingriffe durchführen zu können, sollten MRT und PET Bilder zeitnah aufgenommen und in die neurochirurgische Operationssysteme eingespielt werden. Hierfür ist eine enge Kooperation zwischen den Radiologen, Nuklearmedizinern und Neurochirurgen erforderlich.

    Patientenvorbereitung

    Um den Aminosäurestoffwechsel nicht abzusättigen, sollten sie sich 12 Stunden vor der Untersuchung möglichst eiweißarm (kein Fisch, kein Fleisch, kein Eier, keine Milchprodukte, besser: Brot, Nudeln, Marmelade, Kaffee) ernähren.

    Ablauf der Untersuchung

    10 Minuten nach Injektion der schwach radioaktiven Substanz (F18-FET) wird eine dosisreduzierte Computertomographie des Gehirns (ohne Kontrastmittel) durchgeführt. Anschließend erfolgt eine Hirn-PET Messung, welche 15 Min dauert.

  • PET CT mit F18 - Cholin

    Zur Diagnose von Prostatakrebs eignet sich eine Verbindung von F18 mit Cholin. Das Cholin ist ein Baustein der Zellmembranen und wird vermehrt von Prostatakarzinomen und deren Metastasen aufgenommen. PET-CT mit F18-Cholin wird zum Primärstaging beim bioptischen Nachweis von Prostatakarzinomen und insbesondere in der Rezidivdiagnostik (bei einem PSA-Anstieg) eingesetzt.

    F18-Cholin PET detektiert ein stoffwechselaktives Prostatakarzinom, ergibt jedoch keinen Hinwies auf Lymphknotenmetastasen oder Fernmetastasen. Der Patient konnte mit einer schonenden Form der Strahlentherapie behandelt werden.

    Rezidiv eines Prostatakarzinoms. F18-Cholin PET-CT zeigt multiple Lymphknotenmetastasen und Knochenmetastasen.                              

    Patientenvorbereitung

    Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich.

    Ablauf der Untersuchung

    10 Minuten nach intravenöser Injektion der schwach radioaktiven Substanz (F18-Cholin) erfolgt eine 20-minütige Ganzkörpermessung, bestehend aus einer Computertomographie (CT) und einer PET-Untersuchung. Hierbei ist es häufig notwendig, Röntgenkontrastmittel über eine Vene zuzuspritzen.

  • PET CT mit GA68 - DOTATATE

    Einige Tumore besitzen spezifische Bindungsstellen, s.g. Somatostatin-Rezeptoren. Hierzu gehören viele neuroendokrine Tumore, aber auch einige Hirntumore (z.B. Meningeome). Somatostatin ist ein natürliches im Körper vorkommendes Peptidhormon. Seit mehreren Jahren werden Somatostatin-Analoga (Somatostatin-ähnliche Moleküle) auf verschiedene Weise in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen eingesetzt. Mit dem Tracer Ga68-DOTATATE können Tumore markiert werden, welche die Somatostatin-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche haben.

    F18-DOTATATE weist ein Meningeomrezidiv mit Befall der Schädelbasisknochen nach. Der Somatostatin-Rezeptor-positiver Tumor lässt sich in der MRT nicht abgrenzen. PET-CT Daten wurden für die Planung der hochpräzisen stereotaktischen Strahlentherapie herangezogen.

    Ga68-DOTATATE PET-CT zeigt multiple Somatostatinrezeptor-positive Metastasen bei einem neuroendokrinen Tumor (Ileum-Karzinoid).

    Patientenvorbereitung

    Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich.

    Ablauf der Untersuchung

    Eine kleine Menge der schwach radioaktiven Substanz (Ga68-DOTATATE) wird Ihnen intravenös gespritzt. Eine bis zu 90-minütige Ruhephase gibt dem Stoff Zeit, sich im Körper zu verteilen und von den Zellen aufgenommen zu werden. Für die anschließende Messung werden Sie auf der Liege langsam durch den Messring des Tomographen bewegt. Bei einer Ganzkörpermessung dauert das ca. 20 min. Mit der PET-Untersuchung wird auch eine Computertomographie (CT) durchgeführt, um die Aussagekraft der PET-Bilder zu erhöhen. Hierbei kann es notwendig sein, Röntgenkontrastmittel oral zu verabreichen und/oder über eine Vene zuzuspritzen. 

  • PET CT mit F18 - DOPA

    L-DOPA ist eine Aminosäure, die in unterschiedlichen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Sie dient als Vorläufer verschiedener biologisch relevanter Stoffe, unter anderem des Melanins, des Dopamins, des Adrenalins und Noradrenalins. Der Tracer F18-DOPA wird in der Diagnostik unterschiedlicher neuroendokriner Tumore (z.B. Phäochromozytome, Paragangliome) und bei medullärem Schilddrüsenkarzinom verwendet.

    Patientenvorbereitung

    Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich.

    Ablauf der Untersuchung

    Eine kleine Menge der schwach radioaktiven Substanz (F18-DOPA) wird Ihnen intravenös gespritzt. Eine bis zu 90-minütige Ruhephase gibt dem Stoff Zeit, sich im Körper zu verteilen und von den Zellen aufgenommen zu werden. Für die anschließende Messung werden Sie auf der Liege langsam durch den Messring des Tomographen bewegt. Bei einer Ganzkörpermessung dauert das ca. 20 min. Mit der PET-Untersuchung wird auch eine Computertomographie (CT) durchgeführt, um die Aussagekraft der PET-Bilder zu erhöhen. Hierbei ist es meistens notwendig, Röntgenkontrastmittel über eine Vene zuzuspritzen.

    Patientin mit einem seltenen genetischen Defekt, welcher mit neuroendokrinen Tumoren vergesellschaftet ist. F18-DOPA PET-CT wurde zur Tumorsuche durchgeführt und zeigte ein stoffwechselaktives Paragangliom im Halsbereich (Glomus-Tumor).

  • PET CT mit F18 - NaF

    Beim Verdacht auf Knochenmetastasen kommt PET-CT mit dem Tracer F18-NaF zum Einsatz. Vorteile dieses Verfahrens gegenüber der herkömmlichen Skelettszintigraphie ist eine höhere Ortsauflösung und die 3D-Untersuchungstechnik. Dadurch erlaubt die F18-NaF PET-CT einen Nachweis von kleinsten Knochenmetastasen.

    Ablauf der Untersuchung

    Eine kleine Menge der schwach radioaktiven Substanz (F18-NaF) wird Ihnen intravenös gespritzt. Eine 30-minütige Ruhephase gibt dem Stoff Zeit, sich im Körper zu verteilen und von den Zellen aufgenommen zu werden. Für die anschließende Messung werden Sie auf der Liege langsam durch den Messring des Tomographen bewegt. Bei einer Ganzkörpermessung dauert das ca. 20 min. Mit der PET-Untersuchung wird auch eine dosisreduzierte Computertomographie (CT) durchgeführt, um die Aussagekraft der PET-Bilder zu erhöhen. Röntgenkontrastmittel werden hierbei nicht injiziert.